Zur Optimierung der Prozeßrobustheit beim Spritzgießen

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Rainer Bourdon

Die in dieser Arbeit vorgestellte Strategie zur Optimierung der Prozeßrobustheit beim Spritzgießen dient der Realisierung einer gleichmäßigen Formteilqualität. Bereits beim Einrichten der Maschine wird eine robuste Einstellung der Maschinenparameter ermittelt, die eine Minimierung von Qualitätsschwankungen, Ausschußanteilen und eine Steigerung der Prozeßfähigkeit bewirkt. An Laborversuchen und Optimierungen industrieller Prozesse wird gezeigt, daß Maß- und Gewichtsschwankungen am robusten Arbeitspunkt im Vergleich zur nicht robusten Prozeßeinstellung um mehr als die Hälfte reduziert werden können. Schwankungen mechanischer Kennwerte werden ebenfalls minimiert. Maße, Gewicht, und mechanische Kennwerte reagieren unempfindlich auf Prozeßgrößen- sowie Materialschwankungen. Aufgrund der Komplexität des Spritzgießprozesses konnte ein Zusammenhang zwischen Robustheit und Gefügeaufbau nicht gefunden werden. Die robuste Maschineneinstellung ist vielmehr durch eine stets prozeßspezifische Kombination der Maschinenparameter definiert und jeweils durch Anwendung der in der Arbeit dargelegten Strategie zu bestimmen. Multiple Regressionsanalysen deuten darauf hin, daß Maß- und Gewichtsstreuungen bzw. die Robustheit zu über 95% auf die Summe der Prozeßpara-meterstreuungen zurückzuführen sind. Der Bericht ist daher für alle von Interesse, die sich mit dem Spritzgießen von Kunststoffen beschäftigen.

143 Seiten
ISBN 3-9802740-6-3

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Lydia Lanzl, M.Sc.